Mittwoch, 30. März 2016

Hundeschule oder Hundetrainer?

Hallo meine Lieben :)

Die Frage der richtigen Ausbildung für den geliebten Vierbeiner, ist eine Frage, die sich wohl viele Hundebesitzer stellen. Sei es, weil man sich gerade einen Welpen oder einen Hund aus dem Tierschutz angeschafft hat oder weil vielleicht der Hund im Alter doch anfängt Probleme zu machen.
Ob man nun lieber in eine Hundeschule geht oder einen Hundetrainer konsultiert, hängt natürlich auch immer von den Problemen ab, die der Hund zu scheinen hat oder was man mit dem Unterricht erreichen möchte.





Für einen Welpen bietet sich, wenn er alt genug und vollständig grundimmunisiert ist, am besten eine Welpenschule an. Hier werden ihm und dem Besitzer spielerisch die Grundkommandos gezeigt und durch das Lernen in der Gruppe geht dies natürlich viel leichter.
Denn gerade Welpen lernen indem sie andere imitieren. Wenn sie merken: „Ah der Hund neben mir hat gerade das gemacht und wurde dafür belohnt“, dass es sich schnell lohnt ein Kommando von Herrchen und Frauchen zu befolgen. Achten sollte man darauf dass die Gruppen in der Welpenschule nicht zu groß sind. Einen idealen Lernerfolg hat man wohl, wenn eine Gruppe aus maximal 6 Lernparteien besteht, also 6 Hund-Herrchen/Frauchen-Teams. Es sollte auch vermieden werden, das innerhalb einer Lernstunde der Partner des Hundes wechselt. Also entweder Herrchen oder Frauchen. Es ist besser, wenn sich der Welpe auf eine Person konzentrieren kann. Man kann und muss ja auch das
Gelernte zu Hause ja zusammen widerholen. Wichtig bei einer Welpenschule ist auch, dass die Lernstunden immer mit Spielen beginnen und mit Spielen beendet werden. Der Welpe verknüpft das Ganze dann mit mehr positiven Eindrücken und das Gelernt wird besser gefestigt. 



Gut ist auch, wenn die Welpen unterschiedlichen Rassen, Altersklassen und Lernstufen angehören. Das gibt den Welpen so viele Eindrücke zu sammeln wie es geht. Auch wenn ihr mit eurem schon etwas älteren Hund eine Hundeschule besuchen möchtet, bietet sich Gruppenunterricht an. Auch ältere Hunde können von ihren Artgenossen lernen. Ist der Hund unsozialisiert sollte vielleicht zunächst im Einzelunterricht mit ihm gearbeitet werden und dann später vielleicht mit einem 2. Hund in der Gruppe. Aber hier sollte es dann keine Spannungen zwischen den Hunden geben. Man sollte auch immer nach einer Probestunde fragen, die am besten auch kostenfrei ist. Man sollte schauen, ob man selbst mit der Philosophie der Hundeschule oder der des Hundetrainers harmoniert. Lasst euch nichts aufdrängen, von dem ihr nicht
selbst überzeugt seid.
 


Dasselbe gilt auch, wenn man sich einen Hundetrainer sucht. Nicht nur die Chemie zwischen Hund und Trainer sollte stimmen, sondern auch die zwischen Besitzer und Trainer. Und gerade die ist am wichtigsten. Denn ein Hundetrainer arbeitet in erster Linie mit den Besitzern und dann mit dem Hund. Fehlverhalten kommt nämlich nie vom Hund an sich aus, sondern wird immer dadurch hervor gerufen, wie die Menschen mit ihm umgehen.
Man sollte also zufrieden mit seiner Wahl von der Hundeschule oder dem Hundetrainer sein und ein gutes Gefühl dabei haben, dass man elbst und der Hund auch in guten Händen ist.

Allgemein sollte man auch auf die Kompetenz der Hundeschule oder des Hundetrainers achten. Heutzutage darf leider jeder sich Hundetrainer „schimpfen“ oder mit dem nötigen Kleingeld eine Hundeschule gründen. Dafür bedarf es nur eines Gewerbescheins, etwas Sachkunde. Im Internet tummeln sich haufenweise Anbieter, die sogenannte Hundetrainer ausbilden, für viel Geld natürlich. Klar gibt es auch unter diesen, wirklich seriöse Anbieter, die diese Thematik auch wirklich ernst nehmen und ich will das Ganze auch nicht komplett verteufeln, jedoch gibt es hier auch viele schwarze Schafe.
Deshalb ist es wichtig immer zweimal hinschauen. Hundetrainer ist leider kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Man kann eine Zertifizierung vom Veterinäramt erlangen, in dem man eine Prüfung vor der Tierärztekammer
ablegt.
Alles andere, wo man dann sogenannt „Diplome“ bekommt ist Humbug. Alternativ kann man auch eine richtige Berufsausbildung machen,
wie zum Beispiel zum Tierpfleger (Fachrichtung Tierheim/Tierpension) oder Tierarzthelferin. Hier lernt man über 3 Jahre alles Wichtige im Bezug auf das Thema Hund. Entwicklung, Verhalten, Gesundheit, Erziehung.
Dies natürlich auch zu anderen Haus – und Heimtieren. Aber gerade diese Berufsausbildungen befähigen einen doch, das Verhalten von einem Hund analysieren zu können und Lösungen in der Erziehung des Hundes zu finden.
Natürlich gibt es auch kompetente Anbieter die Hundetrainer ausbilden. Aber ich persönlich denke, dass man in 3 Monaten nicht das über Hunde lernen kann, was man in 3 Jahren Berufsausbildung lernt.

Ich hoffe, mein Betrag hat euch gefallen. Wenn ihr Anregungen habt oder über das Thema diskutieren möchtet, könnt ihr mir gerne einen
Kommentar da lassen.

Bis zum nächsten Mal. Eure Fini

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