Samstag, 30. April 2016

Achtung Magendrehung beim Hund!

Hallo ihr Lieben...

Heute mal ein etwas ernsteres Thema, denn mit einer Magendrehung ist nicht zu spaßen und ist in jedem Fall ein medizinischer Notfall. Doch in erster Linie sollte man einen kühlen Kopf bewahren, wenn man merkt, dass der eigene Hund Symptome für eine Magendrehung zeigt.

Bildquelle: http://schaferhunde-bruchsal-sv.de/Alt/Vorherige%20version/assets/images/Magendrehung_001.jpg

Die ersten und eindeutigsten Anzeichen für eine Magendrehung beim Hund sind ein aufgeblähter Bauch und dass der Hund sehr unruhig ist, d.h. er läuft viel auf und ab, setzt sich und steht dann weder auf. Liegen, sitzen oder umherlaufen. Das im stetigen Wechsel. Der Hund steht mit gekrümmtem und angespanntem Bauch da, was ein Zeichen für Schmerzen ist. Er würgt vielleicht zudem, erbricht aber nicht. Der Bauch des Hundes bläht sich immer mehr auf und bei vorsichtigem Klopfen hört man ein trommelähnliches Geräusch. Der aufgeblähte Magen drückt auf die Lunge, was zur Atemnot beim Hund führt. Er hechelt verstärkt. Im späteren Verlauf ist der Hund apathisch und gerät in einen Schockzustand.  Die Blutzufuhr wird durch den aufgeblähten Magen blockiert. Unbehandelt führt eine Magendrehung immer zum Tod des Hundes.

Doch was sind die Ursachen für eine solche Magendrehung und welche Hunde sind besonders anfällig? Eine Magendrehung hat meist nicht eine Ursache, sondern wird eher durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren hervorgerufen. Häufiger sind größere Rassen betroffen, die einen größeren Brustkorb haben, da hier der Magen „mehr Platz“ hat sich um die eigene Achse zu drehen. Aber auch kleinere Hunde können betroffen sein. Meist sind es die sogenannten „Schlinger“ unter den Hunden, die ein höheres Risiko auf eine Magendrehung bergen. Eine oder zwei größere Portionen Futter am Tag erhöhen ebenfalls die Gefahr. Besser ist es mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu füttern.
Man sollte sich auch über eine familiäre Vorbelastung von seinem Hund informieren, wenn dies möglich ist. Zum Beispiel den Züchter fragen, ob ihm Fälle bekannt sind. Auch die Fütterung von Trockenfutter begünstigt auch eine Magendrehung, da es im Magen aufquillt und es sein Volumen stark vergrößert. Ein vorheriges Einweichen der Futterrationen, kann diesem entgegenwirken. Auch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Magendrehung, man geht davon aus, dass das daher rührt, dass das Bindegewebe und die Bänder die den Magen halten im Alter auch schwächer werden.

Das einzige was man im Fall einer Magendrehung tun kann, ist in die nächste Tierklinik oder Tierarztpraxis zu fahren. Ruft bevor ihr euch auf den schnellsten Weg dort hinbegebt, ruft in der Klinik oder Praxis an und fragt, ob sie geöffnet hat. In der Nacht oder am Wochenende, erfahrt ihr auch telefonisch, welche Klinik oder Praxis Notdienst hat und wie ihr am schnellsten dort hinkommt.  So kündigt ihr euch auch an und verkürzt so unnötige Wartezeit. Denn es zählt jede Minute.

Leider ist die Sterberate sehr hoch bei einer Magendrehung. Etwa 30 % der Hunde sterben daran oder bei der Not-OP. Hatte der Hund schon einmal eine Magendrehung, kann diese auch wieder auftreten. Das Risiko für weitere Magendrehungen ist leider sehr hoch.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Magendrehungen beim Hund gemacht? Wenn ihr vielleicht noch Ergänzungen habt, lasst es mich in den Kommentaren wissen.
Bis zum nächsten Mal. Eure Fini

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