Sonntag, 3. Juli 2016

Futterspezial Teil 4 Barfen

Hallo meine Lieben :)

Heute widme ich mich dem 4. Platzierten in meiner Futterumfrage. 8% von euch gaben an, dass sie ihr Tiere Barfen, eine Fütterungsvariante, bei den fleischfressenden Haustieren, wie Hunde und Katzen, vorwiegend mit Rohfleisch ernährt werden.

Bildquelle: http://www.futtermedicus.de/media/image/slider_barfen_3.jpg

Die Auswertung der Umfrage und die anderen Teile des Futterspezials, könnt ihr nochmal hier nachlesen:
Richtig füttern

Futterspezial Teil 1 Trockenfutter
Futterspezial Teil 2 Nassfutter
Futterspezial Teil 3 selbst Gekochtes

Diese Methode der Ernährung lehnt sich an die Fressgewohnheiten der wilden Verwandten unserer Heimtiere, wie Wölfen, Wildhunden und Wildkatzen, an. Eine sehr natürliche Ernährungsweise, bei der sich die Geister scheiden.

Auf der einen Seite, ist es eine sehr gesunde und natürliche Art seinen Hund oder seine Katzen zu ernähren und man weiß, was man verfüttert. Auf der anderen, muss man natürlich sehr viel beachten, da es sonst zu Mangelerscheinungen kommen kann, wenn das Fleisch-, Mineral- und Vitaminverhältnis nicht stimmt. Oftmals reichen die Kenntnisse in der Futtermittelkunde nicht aus und meist treten dann Mängel bei der Versorgung mit Calcium, Iod, Zink, Vitamin D oder A auf. Oder aber einer Überversorgung dieser. Bei einer zu eiweißreichen Ernährung, wie bei den meisten Barfrezepten, kann es zu einer vermehrten Bildung von Aminen und Ammoniak kommen, was langfristig zu Nieren- und Leberproblemen führen kann.

Wie beim selber kochen des Hunde- und Katzenfutters, ist darauf zu achten das keine giftigen oder unverträglichen Lebensmittel verfüttert werden. Auf das Verfüttern von rohem Schweinefleisch sollte man beispielsweise absehen. Da hier eine erhöhte Gefahr der Ansteckung mit Bandwürmern und Toxoplasmose besteht.

Ein weiterer Punkt der Kritiker ist, dass gerade bei der Verfütterung von Rohfleisch eine gewisse Gefahr für den Menschen mitschwingen kann. Nicht nur die Ansteckung mit Bandwürmern, Toxoplasmose, sondern auch mit Salmonellen, durch verunreinigtes Fleisch oder durch das Haustier. Toxoplasmose und Salmonellose gelten als Zoonosen. Auch die Ansteckungsgefahr mit Bakterien, wie E.coli ist nicht außer Acht zu lassen. Diese Gefahren, kann man jedoch durch ausreichend Hygiene und beim achtsamen Einkauf schon minimieren.

Wenn man also sein Tier Barfen möchte, sollte man sich vorher gut informieren, notfalls auch seinen Tierarzt konsultieren und den Ernährungsplan gut durchdenken. Für Laien ist diese Ernährungsvariante wohl nicht geeignet. Ich persönlich traue mich noch nicht so recht Kira zu Barfen. Mit dem selber kochen und dem Spezialfutter kommen wir persönlich besser zurecht und ich muss keine Angst haben, dass sie über- oder unterversorgt ist.

Ich hoffe, mein Beitrag hat euch gefallen. Lasst mir doch einen Kommentar da und sagt mir eure Meinung zu dem Thema.

Bis zum nächsten Mal. Eure Fini

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen