Freitag, 27. Oktober 2017

Tierschutz-Spezial - Mein Tierschutz-Monat Oktober Teil 2

Hallo meine Lieben :)


Heute stelle ich euch ein paar Fragen zum Thema „Tierschutz“. Denn beim recherchiere für meine Beitragsreihe ist mir aufgefallen, dass manchen gar nicht klar ist, was Tierschutz eigentlich bedeutet. Von der einen Hälfte wird behauptet, dass Tierschützer alles „Ökos“ sind, verrückte „Baumliebhaber“. Von der anderen Hälfte hört man nur, dass Tierschützer alles extreme Veganer sind, die Hasspredigen gegen Fleischverzehrer schwingen. Nun, ich sage jetzt ganz salopp: Beides ist falsch.
Von mir aus dürfen sich jetzt gerne alle aufregen, die meinen, dass ihnen das etwas bringt. Der Rest darf sich gerne später einer gesitteten Diskussion anschließen.

Die allererste Frage lautet also: Was ist Tierschutz?


Also per Definition versteht man als Tierschutz alle Aktivitäten des Menschen, die darauf abzielen, Tieren ein artgerechtes Leben ohne Zufügung von Leiden, Schmerzen, Schäden und unnötigen Beeinträchtigungen zu ermöglichen. Dies ist auch im Paragraphen 1 des Tierschutzgesetzes festgehalten. Doch was genau bedeutet das für mich? Diejenigen, die jetzt schreien: „Du darfst kein Fleisch mehr essen, sonst bist du kein Tierschützer/Tierliebhaber/etc.!“, haben in meinen Augen kein Recht sich „Tierschützer“ zu nennen. Ich sage absichtlich „Tierschützer“, denn bei allem guten Willen, so schadet diese Herangehensweise dem Tierschutz mehr, als das es hilft.
Wenn man nämlich einem motivierten Menschen an den Kopf knallt, „das darfst du nicht“, „mach das so“ oder „sonst bist du ein schlechter Mensch“, so wird dieser motivierte Mensch ganz schnell die Lust verlieren. Ich meine damit, wenn eine Tür nicht aufgeht, fahr ich sie ja auch nicht gleich mit einem Bulldozer ein, sondern suche vielleicht erst einmal nach dem Schlüssel.


Zurück zu der Frage, was diese Definition nun bedeutet. Da alle Aktivitäten, die auf das allgemeine Wohl des Tieres abzielen, als Tierschutz zu verstehen sind, fängt dieser also schon bei mir zu Hause an, wenn ich beispielsweise Haustiere
halte oder mir welche anschaffen möchte.
Das heißt nämlich bei der artgerechten Haltung. Ich als Halter muss mir über die Bedürfnisse meiner Schützlinge im Klaren sein und ehrlich mit mir selber sein, ob ich auch allen Bedürfnissen gerecht werde. Das heißt eben, dass ich meine Katze nicht vegan ernähren kann, nur weil ich selbst kein Fleisch esse. Das bedeutet auch dass ich ein Kaninchen, ein Meerschweinchen oder eine Ratte eben nicht einzeln halte. Es bedeutet eben auch, dass ich meinem 5 jährigen Kind keinen Hamster kaufe, nur weil er so süß guckt.


Tierschutz fängt also bei uns selbst an. Wenn ich gewillt bin mich für meine Schützlinge zu informieren und auch stets weiterzubilden, tue ich etwas für den Tierschutz. Damit meine ich aber nicht nur die Haltung und Ernährung eines Tieres, sondern auch woher ich mir meinen Gefährten hole.

Aber artgerechte Haltung bezieht sich natürlich nicht nur auf unsere Lieblinge zu Hause. Nein auch auf die Haltung von Nutztieren, wie Hühner, Schweine und Co muss ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Natürlich kann man jetzt beteuern, dass man gegen Massentierhaltung ist. Aber wenn man auf der anderen Seite das billige Fleisch oder die Eier aus Bodenhaltung kauft, nur weil es günstiger ist, so wird man nicht viel erreichen. Natürlich kann man jetzt sagen: „Was kann ich schon tun?“, um das eigene Gewissen zu beruhigen.
Die Antwort ist aber: Als Verbraucher haben wir die Macht über die Produzenten.

Bildquelle: https://www.urgeschmack.de/wp-content/uploads/2010/09/defeijter_schweinsgalopp.jpg

Und nein, ich meine nicht damit, dass wir jetzt alle unbedingt ganz schnell Veganer werden. Nein ich esse auch gerne mal ein gutes Stück Fleisch. Die Betonung liegt auf ein Stück. Denn es muss eben nicht jeden Tag ein Schweinebraten sein. Da ich mein Fleisch beim Fleischer hole, weiß ich auch woher es kommt. Nämlich aus der Region.
Also fragt euch einfach beim nächsten Mal, wenn ihr Wurst kauft, woher kommt diese Wurst. Wie wurde sie hergestellt? Schaut lieber zweimal hin, bevor ihr etwas kauft. Wenn ihr ein Auto kauft, wollt ihr ja auch nicht „die Katze im Sack“.
Bewussteres essen kommt nicht nur der eigenen Gesundheit zu Gute, sondern hilft auch den Nutztieren.

Wie steht ihr zu dem Thema „Artgerechte Haltung“? Es ist klar, dass dieses Thema noch viel Redebedarf hat, aber irgendwo muss man anfangen. Aller Anfang liegt meines Erachtens in der Aufklärung. Wobei ich hier nicht der Meinung bin, dass man mit dem Kopf durch die Wand rennen muss. Meine Erfahrung zeigt mir, dass man auf Zwang wenig erreicht. Wie seht ihr das?

Bis zum nächsten Mal. Eure Fini

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